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HOFFNUNGSVOLLES

31.01.2020

HOFFNUNGSVOLLES

 

Auszüge aus schriftlichen Betrachtungen der Schüler der 8b nach Behandlung der Grafic Novel „Das Leben von Anne Frank“ und dem Schauen des Films „Schindlers Liste"

 

„Menschen hinterlassen Spuren, ob durch Worte oder durch Taten. Es ist egal, ob es gute oder schlechte Spuren sind. Ein Mensch ist ein Mensch und er handelt häufig unbedacht. Es kommt drauf an, was die anderen Menschen daraus machen. Man kann das Handeln von Menschen nur unter bestimmten Bedingungen beeinträchtigen. Doch wenn man es geschafft hat, kann man aus diesem Menschen eine Marionette machen, die alles tut, was man sagt.

Man muss über sein Handeln nachdenken und man muss Herr über sein Handeln sein und zwischen Gut und Böse, zwischen Recht und Unrecht entscheiden können.

Was passiert ist, kann man nicht ändern, aber man kann sein Bestes tun, um zu verhindern, dass sowas sich wiederholt.

Menschen bleiben Menschen, egal, was sie tun. Sie handeln häufig aus freien Stücken.“

„Jeder, der darüber Witze oder Sonstiges macht, hat kein Herz. (…)Es ist einfach unfassbar gestört.“

„Es hat mich relativ kalt gelassen. Hab aber schon `nen bisschen nachgedacht.“

„Der Film (Schindlers Liste)ist mir sehr unter die Haut gegangen. (…)Jeden Tag mussten die Juden leiden. Der Film hat mir gezeigt, wie wertvoll das Leben eigentlich ist und man jede Sekunde zu schätzen wissen sollte.“

„Ich fand, es war ein besonderes Thema und ein sehr bedrückendes. Große Spuren hat es bei mir nicht hinterlassen, denn ich interessiere mich schon lange für das Thema.“

„Ein Gefühl, was man vor den Gesprächen (im Unterricht) nicht gefühlt hat, weil man sich früher darüber lustig gemacht hat.“

„Es hat mich so sehr berührt zu sehen, was den Menschen angetan wurde. Für mich selber ist klar geworden, dass jeder zum Mörder werden kann. Auch ich…

Meine Gedanken haben sich grundlegend verändert. Ich denke zweimal, wenn nicht sogar mehr nach, bevor ich etwas sage. Jeder Satz kann zu einer tödlichen Waffe werden. Dies war damals und auch heute noch so.

Ich kann nie verstehen, wie sich die Menschen in den KZ gefühlt haben, aber ich denke oft darüber nach, was gewesen wäre, hätte ich damals schon gelebt und es wäre mir passiert.

Dieses Gefühl hindert mich immer wieder daran, Sachen zu tun, die falsch sind. Es wird bei mir immer eine bleibende Wirkung haben.“

„Kein Mensch hat das Recht, einem anderen Menschen etwas zu tun.“

„Ich hätte nie damit gerechnet, dass das alles so schlimm war. Erst nach dem Film konnte ich es mir vorstellen.“

„Man macht sich darüber schon Gedanken, ob so eine Zeit nochmal kommt und vielleicht wir die nächsten sind.“

„Das ganze Thema hat mich schon ziemlich gefesselt, gerade, weil man weiß, dass das alles mal passiert ist.(…) Ich habe sehr viel gelernt und da mich das Thema sowieso total interessiert, finde ich es toll, das im Unterricht gelernt zu haben.“

„Ich wusste, dass Hitler ein schlimmer Mensch war, aber jetzt sehe ich ihn noch schlimmer.“

„So etwas ist nichts Lustiges oder Schönes. Es ist etwas Schreckliches. Die Menschen, die so etwas machen, werden nie im Leben glücklich sein. Sie sind das Letzte. (…) Es gibt dafür keine Entschuldigung oder Gründe.“

„Das Thema hat mich so manche Nächte echt nicht schlafen lassen.(…)Ich finde es auch nicht gut, dass es in der heutigen Zeit immer noch Judenhasser gibt. Ich frage mich, ob diese Menschen so manchmal kein Herz haben.“

„Bei mir hat dieses Thema Traurigkeit hinterlassen. Ich kann einfach nicht verstehen, warum man das anderen Menschen antun kann. Egal, aus welchen Verhältnissen man kommt. Man muss doch sehen, dass das ein MENSCH ist, den ich hier gerade töte. Oskar Schindler ist das ideale Beispiel, das Richtige zu tun, indem er Juden gerettet hat. Sowas hätte damals jeder tun müssen und nicht auf ein paar Leute hören, weil so genommen sind alle Verbrecher, weil sie die Menschenwürde verletzt haben.“

„Ich finde es krass, dass die Nazis, die die Juden erschossen haben, nicht mal mit der Wimper gezuckt haben bzw. nicht mal ein schlechtes Gewissen hatten. Auch wenn Drohungen und Druck von oben kommen und ich so etwas aus Angst tun würde, hätte ich wahrscheinlich mindestens ein schlechtes Gewissen dabei. Auch wenn ich mal jemanden schlage, denke ich mir danach: das war nicht richtig, was du getan hast.“

 

DIE AUSSAGEN SIND AUTHENTISCH. ICH HABE NUR KORREKTUREN AN DER ORTHOGRAPHIE VORGENOMMEN.

 

Elke Droste

 

Sehr geehrte Frau Droste,

vielen Dank für Ihre Email und die Übersendung der Schülerstimmen. 

Bildung ist bei der Vorbeugung und der Bekämpfung des Antisemitismus ein wichtiger Schlüssel. Es ist schön zu sehen, wie nachdenklich die Schülerinnen und Schüler auf Ihre Unterrichtseinheit reagierten und welche Schlüsse sie daraus für sich persönlich und die Gesellschaft ziehen.

 Haben Sie vielen Dank für Ihr Engagement!

 Mit freundlichen Grüßen

Shila Erlbaum

 

 

Shila Erlbaum

 

Referentin für Kultus, Familie und Bildung

 

 

 

 

erlbaum@zentralratderjuden.de

 

 

 

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