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Schülerkommentar zum Bundesweiten Netzwerktag 2018

22.09.2018

Am 21.09.2018 fand im Rahmen des „Bundesweiten Netzwerktag" die Auszeichnungsveranstaltung "Berufswahl SIEGEL 2018“ statt.

An diesem Tag wurden zwei Preise vergeben.  Zum einen in der Kategorie:  „Der spannendste Ausbildungsberuf, den wir kennen"

und zum anderen in der Kategorie die Auszeichnung der „Botschafter- Schulen Inklusion“.

Auch in diesem Jahr haben wir als Schule wieder das Siegel als Botschafterschule bekommen. Wir bedanken uns im Namen der Schule bei allen Mitwirkenden, die diese Auszeichnung möglich gemacht haben.

Ich durfte zusammen mit 3 anderen Schülern unserer Schule am Bundesweiten Netzwerktag 2018 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin, unsere Schule vertreten.

Angefangen mit der Anmoderation von Dr. Heike Hunecke wurde die Veranstaltung eröffnet.

Darauf folgte die Vorstellung des neuen Siegel-Clips 2018.

Aus dem Clip konnte ich, als objektiver Betrachter, sehr einfach schlussfolgern, worum es bei der Verleihung des Preises „Botschafter-Schulen Inklusion" geht.

Im Grunde genommen bedeutet Inklusion nichts anderes als „Integration von leistungsstarken Schülern, von Schülern, die auf eine spezielle Förderung angewiesen sind, und Einbinden von Schüler, die körperlich benachteiligt sind"…

 

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Für mich ist diese Auszeichnung eine wichtige Bestätigung für ein gewisses soziales Klima an den Schulen.

 Denn die Integration ist zum einen auf das gemeinsame Lernen bezogen genau so wie auf die Einbindung in das Zusammenleben.

Wie Ingo Kramer es, wie ich fand, sehr schön  formulierte: „Der Schlüssel liegt eigentlich darin, den Kontakt eines bestimmten Berufes zu vermitteln.“

Meine Interpretation: Man versucht für jeden einzelnen Schüler den richtigen Beruf zu finden… Einen Beruf, der für die Schüler genau richtig ist. Dabei sollte jedoch nicht über den Kopf des jeweiligen Schülers hinweg entschieden werden… letztendlich ist es die Zukunft des Schülers, also sollte man einen für den Schüler guten Weg finden.

 

Daraufhin war die Ergänzung von Heidi Weidenbach-Mattar:

„ Es gibt nicht den einen richtigen Weg für dieses Ziel.“

„Man muss wirklich auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Schüler eingehen.“

 

Ich finde diese Ergänzung sehr wichtig, weil dort die Wichtigkeit dieses Konzeptes zum Vorschein kommt.

Integration ist zur Zeit das Thema Nummer eins an vielen Schulen Deutschlands. Die Frage, die ich mir dabei stelle, ist, wie es nach dem Abschluss der Schule für die Schüler mit einer gewissen Einschränkung weiter gehen soll. Leider ist man in der Hinsicht, denke ich, noch nicht ganz so weit, denn sonst hätte man wohl mehrere Varianten parat.

Man konnte uns leider keine Beispiele nennen, die auf Fortschritte hindeuteten. Für mich ist daher klar, dass man in zwei Jahren schon weiter sein sollte, was die Einbindung der förderbedürftigen Schüler für ihre Zukunft angeht.

 Integration ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

Weitere Meinungen haben wir noch durch Johannes Pfeiffer bekommen. Die Digitalisierung spielt für ihn nach wie vor eine sehr wichtige Rolle. Zitat:“ Wir versuchen alles zu digitalisieren, was sich digitalisieren lässt“.

Bei dieser Äußerung wurde ich sehr nachdenklich… Denn für mich hat sich in diesem Moment keine nachvollziehbare Ansicht darüber ergeben.

In mir kam hinsichtlich dieser Aussage nur eine Frage auf: Wie hilft die Digitalisierung von bestimmten Dingen den Schülern weiter, die auf eine spezielle Förderung angewiesen sind?

Den Umgang mit bestimmten Defiziten können diese Schüler doch nur in der Realität erlernen. Vielleicht kann ihnen die Digitalisierung, im Sinne von einem allgemeinen Unterstützer bzw. einem Medium, was für sie in der Benutzung einfacher ist, in der  Gegenwart helfen... aber man kann die Schüler doch dadurch nicht auf die Berufswelt vorbereiten!?

In diesem Augenblick kam es für mich so rüber, als wollte man etwas Bequemes erfinden, was einem viel Arbeit erspart.

Allerdings würde sich das komplett mit der Aussage von Heidi Weidenbach-Mattar wiedersprechen… denn mit Technik kann man nach jetzigem Stand  nicht individuell auf jede einzelne Facette eines Schülers eingehen. Wir sind mit  der Technik noch nicht so weit, dass man ein so flexibles Medium entwickeln könnte, meines Wissens nach.

Sicherlich ist das ein sehr umstrittenes Thema. Aber man würde viel Zeit sparen, wenn man einen anderen Weg finden würde. Dazu geht die Entwicklung zu langsam voran…

So mein Denken darüber.

Angesichts der Tatsache muss ich aber dazu sagen, dass durch die Äußerungen der Herausforderer eine sehr niveauvolle Diskussionsrunde eröffnet wurde.

Ich konnte aus dieser Gesprächsrunde auch öfter Untertöne von gewissen, subjektiven Übereinstimmungen  raushören. Thematisiert wurde die Nutzung von dem Internet durch Schüler.

Man warf uns in gewisser Art und Weise vor, dass wir Bücher nicht mehr kennen und lieber das Internet verwenden.

Es ist durchaus möglich, dass die Schüler, die das Internet als Informationsquelle nutzen, in der Überzahl sind. Allerdings kann ich bestätigen, dass es auch immer noch Jugendliche gibt, die lieber ein Buch als Informationsquelle nutzen.

Diese Formulierung hätte es, glaube ich, besser getroffen. Auch wenn man vom Gegenteil überzeugt ist, wäre es wirklich aufmerksam, wenn man nicht alle in eine „Schublade" stecken würde.

Mein Fazit: Die gesamte Veranstaltung war sehr informativ.

Es hat Spaß gemacht, sich mit solchen Themen auseinander -zusetzen und die Meinungen anderer sind in diesem Punkt auch sehr wichtig, finde ich. Diese Themengebiete sind definitiv eine sachliche Diskussion wert.

 

Liza Lüdtke, Klasse 9b

Schulreporterin

 

 

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Foto: Vorschaubild zur Meldung: Schülerkommentar zum Bundesweiten Netzwerktag 2018