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Drei Millionen Euro für Ziesars Schule

03.01.2018
MAZ vom Dienstag, dem 02.01.2018
Brandschutz ist wichtig. Doch in den nächsten fünf Jahren will sich das Amt Ziesar vor allem um die Modernisierung des Schulstandortes Ziesar kümmern. Im Rahmen der Stadtsanierung sollen drei Millionen Euro investiert werden. Schwerpunkt ist die energetische Sanierung der Gebäude. Außerdem sind Aufzüge geplant.

 

Quelle: Frank Bürstenbinder

                             In Ziesars Schule wird es in Zukunft lauter zugehen, was nicht an der Bläserklasse liegt. Die Handwerker rücken an.

In Ziesars Schule wird es in Zukunft lauter zugehen, was nicht an der Bläserklasse liegt. Die Handwerker rücken an. Amt Ziesar. Die Neugestaltung des Schulhofes war erst der Anfang. Einmütig hat der Amtsausschuss den weiteren Ausbau der Thomas-Müntzer-Oberschule mit Grundschule in Ziesar zu einem Schwerpunkt der künftigen Investitionen erklärt. Als Träger der einzigen weiterführenden Schule im Amtsbereich will das Amt Ziesar in den nächsten Jahren drei Millionen Euro in den Standort in der Schulstraße stecken. „Das schaffen wir natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern hoffentlich mit Fördermitteln im Rahmen der Stadtsanierung“, kündigte Amtsdirektor Norbert Bartels auf der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses an. Schon in diesem Jahr wird der erste Fördermittelbescheid erwartet. Dabei geht es vor allem um Dämmarbeiten an Decken und die Wärmedämmung in der Turnhalle. Rund 65 000 Euro Eigenanteil sind für diese Maßnahmen im Amtshaushalt 2018 eingeplant. durch ei ne be zau bern de flo ra le Däm me rung. Auch in den darauf folgenden Jahren haben die Handwerker auf dem Schulgelände gut zu tun. Es geht weiter mit Sanitär-, Heizung- und Fenstererneuerungen in mehreren Gebäuden. Ganz dicke kommt es laut aktuellen Planungen in den Jahren 2020 und 2021. Dann sollen Aufzüge folgen, die große Pausenhalle wird umgebaut, weitere Gebäudesanierungen stehen an. Je nach Art der Maßnahme muss der Schulträger 20 oder 36 Prozent Eigenmittel zur Verfügung stellen. „Das ist immer noch eine Menge Geld. Aber die umfassende Modernisierung der Schule bleibt uns nicht erspart, denn Ziesar steht in Konkurrenz zu anderen Schulen“, sagte Verwaltungschef Bartels der MAZ. Die Arbeiten werden in enger Abstimmung mit dem treuhänderischen Sanierungsträger EWS in Angriff genommen. Die EWS begleitet die Stadtsanierung in Ziesar erfolgreich seit über 20 Jahren. Derzeit besuchen 340 Mädchen und Jungen die Oberschule und die Grundschule in Ziesar, zu der eine Filiale in Görzke gehört. Das Team der 32 Lehrer wird von Schulleiterin Katharina Vogt geführt, die sich dem Amtsausschuss als neue Rektorin vorstellte. Sie konnte darauf verweisen, dass alle Klassenstufen zweizügig sind. Das sah vor einigen Jahren anders aus, weshalb die Oberstufe auf der Kippe stand. Diese Gefahr besteht inzwischen nicht mehr. Amtsdirektor Bartels äußerte sich zufrieden, dass die Zeit der kommissarischen Schulleiter vorbei sei. Jetzt sei der Schulstandort gesichert und die Investitionen gerechtfertigt, meinte der Verwaltungschef. Neben den baulichen Maßnahmen gehen die Ausgaben in die Ausstattung für PC-Hardware, Whiteboards, Software und für Anschaffungen im Ganztagsbereich weiter. „Außerdem freuen wir uns auf die Modernisierung der Schülerküche“, so Schulleiterin Vogt. Bei allen Plänen des Amtes als Schulträger und Träger des Brandschutzes riet Amtsdirektor Bartels zu Investitionen mit Augenmaß. Und zwar, um die Ausgaben in den Kommunen nicht durch eine übermäßige Erhöhung der Amtsumlage abzuwürgen. In absoluten Zahlen sinkt die Amtsumlage sogar um 30 000 Euro. Die Stelle des frei gewordenen Bauamtsleiters will Bartels zunächst nicht wieder besetzen: „Ich brauche keinen Leiter, aber mehr Arbeiter.“ Deshalb soll eine Bürokraft die Sachbearbeiter in der Bauverwaltung unterstützen.

 

Von Frank Bürstenbinder